Schalen der Welt

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[ images by courtesy thomas – thanx :-) ]

Neulich im Bahn-Blättchen: Young-Jae Lee. Elfhundertelf Schalen. Zur Ausstellung in der Pinakothek der Moderne. Die koreanische Keramikerin produzierte 1111 Schalen mit ihren Händen, glasierte sie und stellte sie auf den Boden der Pinakothek. Jede Schale ein wenig anders; jede verdient ungeteilte Aufmerksamkeit.

Man meint den Prototyp einer Schale zu kennen, jedoch ist jede konkrete Manifestation anders als alle anderen; sie hat etwas einzigartiges, aber dennoch vertrautes. Ja es gibt Teeschalen die, wie John Maeda es treffend erwähnt, die Perfektion des Imperfekten sind.

Auch die Schalen der amerikanischen Künstlerin Joan Lederman scheinen einem vollständig vertraut zu sein. Allerdings bekommen sie eine ganz andere Bedeutung, wenn man erfährt, dass sie ihre Werke mit Sedimenten vom Meeresgrund glasiert. Ansonsten abstrakte Eigenschaften wie sie das Gestein des Meeresgrunds hat kann man plötzlich erfahren und anfassen; der haptische und visuelle Eindruck ermöglicht den Vergleich zwischen dem ansonsten unnahbaren Sediment und üblichen Glasuren.
Eine solche Schale anzufassen, dieses Gefühl von greifbarer Wissenschaft in den Händen halten zu können… ist leider etwas teuer…

1111 Schalen: [ Goetheinstitut | Home (in bisschen outdated) | Pinakothek ]
Joan Lederman: [ Interview at The Cape and Islands NPR stations | The Soft Earth ]

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